
| 2009 | ||
| <<< | Januar | >>> |
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 01 | 02 | 03 | 04 | |||
| 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 |
| 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |

Der Raum diktiert die ZeitDie Zeit diktiert das VerstehenDas Verstehen diktiert den FortschrittDer Fortschritt diktiert den KonsumDer Konsum diktiert die AbhängigkeitDie Abhängigkeit diktiert die SchwächungDie Schwächung diktiert den NiedergangDer Niedergang diktiert den ZerfallDer Zerfall diktiert den TodDer Tod diktiert das LebenDas Leben diktiert den RaumDer Raum diktiert die Zeit***
(C) Christa Schyboll
powered by BlueLionWebdesign

Captcha Abfrage
| wortmeer |
| Hallo Maartje, ich bin irgendwann durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen und muss sagen, dass ich immer wieder gern vorbei schaue. Mir gefällt, wie Du schreibst, wie Du Alltägliches so wunderbar in Worte kleidest. Sonnige Frühlingsgrüße vom wortmeer |
| 11.4.2007-10:45 |
|
|
| Bücherfreundin |
| Freut mich zu lesen! |
| 22.3.2007-18:22 |
|
|
| Maartje |
|
@ Bücherfreundin,
vielen Dank nochmals für deinen Tipp. Das Portrait um 14.30 Uhr war sehr gelungen. Ich hätte was verpasst!! Liebe Grüße, Maartje |
| 22.3.2007-16:22 |
|
|
| Bücherfreundin |
|
PS: Morgen um 11.00 Uhr gibt es noch ein Portrait über einen von mir sehr geliebten Schriftsteller - Marcel Pagnol. Ich denke, auch das könnte interessant werden...Mal schauen... Ebenfalls Arte ;-)
LG |
| 17.3.2007-19:01 |
|
|
| Bücherfreundin |
|
Mußte gleich nochmal reinschauen,ob Du es gesehen hast. Es war beindruckend schön! Unbedingt die Wiederholung sehen - und am Besten aufzeichnen!
Ebenfalls liebe Grüße und einen schönen Sonntag. :-) |
| 17.3.2007-18:54 |
|
|
Ausgewählter Beitrag
Die Zeit heilt alle Wunden
Als ich heute Mittag mit Oscar zum nachmittäglichen Spaziergang aufbrach, begann die Katastrophe an der ersten Kreuzung. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite lief eine Ente mit kleinen Entenkindern über die Straße und alle schnatterten, ja sie schienen ganz aufgeregt zu sein. Oscar sah die Schar sofort und es gab für mich nur zwei Dinge zu tun: entweder ignorieren und weiter mit Oscar in den Wald gehen, oder diese Entenmutter mit ihren Kindern retten, ihr den weg über die Kreuzung zeigen.
Blitzschnell musste ich mich entscheiden. Also habe ich Oscar mit der Leine an einen Laternenfahl angebunden, ihm Sitz befohlen, in der Hoffnung, er würde nicht bellen und mucks Mäuschen still sein, was er auch war. Ich weiß nicht, was er gedacht hat, zumindest hat er sich stumm das Geschehen angesehen…und das als aufmerksamer Hund! Ist schon erstaunlich.
Nun also, ich sah die vielen Autos, LKW, Krankentransporter, Anwohner etc. Ich stellte mich auf die Straße, grenzte die Enten ab und hielt die Autos an, wirbelte mit den Armen umher, zeigte immer wieder auf die völlig aufgescheuchten Enten …die Autofahrer bremsten, schauten neugierig, waren voller Verständnis…und die Entenmutter mit ihren Kinder hatten freies Geleit über die Straße zum Bach. Ich war glücklich und stolz, rannte zur Laternen, um meinen Hund in die Arme zu schließen…und da waren sie. Alle auf einmal. Sie rannen mir die Wangen runter, mein ganzer Vorrat aus meinen Tränendrüsen kam zum Vorschein. So stand ich da, mittags gegen 13.00 Uhr und weinte auf der Straße, wie ich schon seit langem nicht mehr geweint hatte. Ich dachte, nach der Vernisage gestern, sei schon viel zu viel aus dem Tränenreservoir geflossen. Ich irrte… dies hier, zeigte mir eindeutig, wie schlimm es wirklich war.
Wenn eine kleine Entenmutter, die hilflos mit ihren Kindern auf dem Pflaster umherwatschelte… derartiges bei mir auslösen konnte…
Ich habe mich zuerst und dann den Hund beruhigt, der nun auch völlig aus dem Häuschen war und bellend um mich herum sprang.
Die ganze Zeit während meines Spazierganges ging mir das alte Sprichwort nicht mehr aus dem Kopf, das meine Großmutter immer gesagt hatte. *Die Zeit heilt alle Wunden*
Ist das tatsächlich so, oder leiden wir nur unter Gedächtnisschwund, weil wir zu viele Eindrücke in den Jahren immer und immer wieder bekommen und sie irgendwie verdauen müssen.
Was wir hier und heute erleben, prägt uns. Erschüttert uns oder erfreut uns auf eine ganz besondere Art und Weise und die Worte: *Weißt du noch…* haben direkt etwas Mystisches.
Die Geschehnisse, die mich damals vor 10 Jahren aus der Bahn bis ins Mark verletzten, waren aus meiner heutigen Sicht, nicht so gravierend, wie ich es damals tatsächlich erlebt und gefühlt hatte.
Mit den Jahren wird der Schmerz kleiner, er wird verblassen…doch niemals vergessen. Und es kommt neue hinzu. Genauso ist das mit der Freude. Als Kind war meine größte Freude etwas anderes, als heute, aber dennoch genauso wichtig.
Dieser Schmerz im Heute, im Jetzt, ist heftig und frisch. Der frischeste, den ich kenne und ich warte auf den Nächsten, so kann der hier dann endlich verblassen. Und die Zeit kann ihr Pflaster auf die Wunde legen.
Maartje 20.04.2007, 18.31
Aufgrund des gestiegenen Spams durch sogenannte Spambots, müssen wir Euch bitten, zunächst die folgende Captcha Abfrage zu beantworten, bevor Ihr kommentieren könnt.
Kommentare zu diesem Beitrag
Liebe Maartje, ich konnte den Bericht kaum richtig zu Ende lesen - soo gerührt war ich!Einfach toll, wie Du Dich verhalten hast, die Entenmama und ihre Kinder zu retten!Da warst Du zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und hast Dich grossartig verhalten!!
Jetzt kann das Wochenende kommen - freu Dich!! Liebe Grüsse von Heidi
vom 20.04.2007, 22.50
Hallo liebe Heidi,
ich wünsche Dir ein schönes Wochenende! Es scheint warm zu werden.
Liebe Grüße, Maartje
upps, da ging mein kommentar wohl zwei mal raus?? bestimmt nach dem motto: doppelt hält besser ;-)
vom 20.04.2007, 20.35
Stimmt! Doppelt hält besser, deshalb lasse ich ihn auch doppelt stehen!
Liebste Grüße, Maartje
Maartje - Heldin und Retterin! Schön!
Maartje - Tränen... Laufenlassen, laufenlassen...
Ich denke an Dich!
wortmeer
vom 20.04.2007, 20.24
Liebe Martje,
nun war ich paar Tage nicht hier und nun kann ich eine so eine tolle tat lesen.
Maartje, ich bin stolz auf Dich. Ich hätte genauso reagiert. UND beim Lesen hatte ich ganz feuchte Augen, das ist doch in Ordnung. Tiere lassen mich butterweich werden.
Einen schönen Abend noch
Franziska
vom 20.04.2007, 19.40
Das mit dem Butterweich werden ist bei mir genauso...an manchen Tagen allerdings noch mehr. So ein Tag war heute. Der Beschützerinstinkt in uns...zum Glück haben wir den noch!
Ganz liebe Grüße, Maartje
Maartje - Heldin und Retterin! Schön!
Maartje - Tränen... Laufenlassen, laufenlassen...
Ich denke an Dich!
wortmeer
vom 20.04.2007, 19.29
Und dann die Camera dabei zu haben! Ich wollte Frühlingsbilder schießen. Rapsfelder, Blütenbäume und so und dann kommen einfach diese süßen Enten daher!
Ich danke Dir und wünsche Dir einen schönen Freitag! Maartje


in Tagen: 775
- Susannes Lese-Tagebuch
- Troll`s Bücherkiste
- Autorenforum Literat-Los
- Literatur-Cafe´
- literatur-ecke
- Eluin
- sravana
- Autorenwahnsinn II
- Rosenlippenmädchen
- Schattenland
- Zeitenlos
- sylviesplace
- Des Dichters Klaue
- Wortgestöber
- Diane und Audiovisuelles
- Das Musenkind
- Buchstabenwiese
- Marianne Buettiker
- Autorenbörse
- Lyrik Undercover
- Elisamara
- Kario
- Musentochter am Meer
- Anne und ihre Wortperlen
- Duftender Doppelpunkt
- Liisas Litblog
- Traummondin
- Thomas Mentzel
- Nielsson und Notizen
- Buchblogger
- Das Buchstabenhaus
- Der Hörbuch Blog
- MilongaBlog
- Side Effects
- Luna in Flagranti
- Literaturcafe´
- muschelton
- Handlungsreisen.de
- Literaturwelt. Das Blog
- Forum *Spruchreif*
- wortmeer
- Buchhändleralltag
- Papier & Tinte (alt)











Der Schmerz und die Zeit...mir fällt da eines meiner Gedichte ein:
Herz kapier es doch
Sei endlich still
Du bist nicht das
Das, was er will
All deine Sehnsucht
All dein Gefühl
Gehen an ihm vorbei
Lassen ihn kühl
Armes kleines Herz
Du tust mir so leid
Doch du hast einen Freund
Und das ist die Zeit
Und tuts auch noch so weh
Ich werd` dir versprechen
Du gehst nicht zu Grunde
Du wirst nicht zerbrechen
Denn du bist viel stärker
Als du denkst
Es wird wieder jemanden geben
Dem du dich schenkst
© Sylvie Caputo
Das ein Schmerz verblaßt ist gut. Das er dennoch nie ganz vergessen wird ist auch gut, denke ich.
Ich mag wie Du Dinge erzählst Maartje. Da ist viel Herz und Seele drin.
Das Erlebnis mit der Entenfamilie ist rührend. Was wäre deren Tag ohne Dich gewesen.
P.S. Mir gefallen Rapsfelder auch sehr und ich stelle mir das in Verbindung mit der Musik auch genial vor. Muss ich mal probieren :-)
Ein schönes Wochenende
wünscht
Sylvie
vom 21.04.2007, 14.10
Liebe Sylvie,
vielen vielen Dank. Dein Gedicht ist zauberhaft und tröstet mein Herz!
Ich freue mich sehr darüber, dass Du gerne bei mir liest!
Liebste Grüße, Maartje