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Eine Überzeugung kann ein stärkerer Gegner der Wahrheit sein als eine Lüge.
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| wortmeer |
| Hallo Maartje, ich bin irgendwann durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen und muss sagen, dass ich immer wieder gern vorbei schaue. Mir gefällt, wie Du schreibst, wie Du Alltägliches so wunderbar in Worte kleidest. Sonnige Frühlingsgrüße vom wortmeer |
| 11.4.2007-10:45 |
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| Bücherfreundin |
| Freut mich zu lesen! |
| 22.3.2007-18:22 |
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| Maartje |
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@ Bücherfreundin,
vielen Dank nochmals für deinen Tipp. Das Portrait um 14.30 Uhr war sehr gelungen. Ich hätte was verpasst!! Liebe Grüße, Maartje |
| 22.3.2007-16:22 |
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| Bücherfreundin |
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PS: Morgen um 11.00 Uhr gibt es noch ein Portrait über einen von mir sehr geliebten Schriftsteller - Marcel Pagnol. Ich denke, auch das könnte interessant werden...Mal schauen... Ebenfalls Arte ;-)
LG |
| 17.3.2007-19:01 |
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| Bücherfreundin |
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Mußte gleich nochmal reinschauen,ob Du es gesehen hast. Es war beindruckend schön! Unbedingt die Wiederholung sehen - und am Besten aufzeichnen!
Ebenfalls liebe Grüße und einen schönen Sonntag. :-) |
| 17.3.2007-18:54 |
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Ausgewählter Beitrag
Die Geister der Vergangenheit
Plötzlich sind sie da, diese Schultern, diese Haare, diese Figur! Alles an ihm erkenne ich …sofort. Und ich bekomme Angst, er könne sich jetzt, in diesem Moment umdrehen und mich ansehen. Die letzten Monate bin ich geflüchtet, erfolgreich. Immer auf der Hut ihm nicht zu begegnen. Ich wollte das durchhalten, so lange ich ihn nicht mehr in meiner Wohnung riechen konnte. Ich habe mir gesagt, wenn der Geruch, den er hinterlassen hat, verflogen ist, dann…ist …er endgültig aus meinem Leben verschwunden. Ich, Heldenhaft wie noch nie.
Alles habe ich weggeschmissen, alles, was ich noch von ihm gefunden habe. Nichts wollte ich aufheben.
Und nun…rieche ich ihn wieder. Gehe hinter ihm. Könnte ihm die Hand auf die Schulter legen, die so vertraut und dennoch so entfernt ist. Ich will um Himmels Willen nicht, dass er sich umdreht. Er soll verschwinden, ich will in nicht mehr wieder haben. Nie wieder, ich will endlich frei sein. Ich drehe mich einfach um und gehe in die Richtung, aus der ich gekommen bin. Diese Stadt ist zu klein für uns beide. Viel zu klein. An jeder Ecke läuft man sich hier über den Weg. Dabei habe ich alles, wirklich alles gemieden, um ihm ja nicht in die Quere zu kommen. Habe Einladungen nicht angenommen, in der Annahme, er könne ebenfalls anwesend sein. Habe mir sogar neue Stammkneipen zugelegt, andere Restaurants… habe extra einen anderen täglichen Umweg auf mich genommen, nur um nicht an seiner Wohnung vorbeifahren zu müssen. Ich hätte es nicht ertragen, ihn zu sehen… solange noch sein Geruch in meiner Wohnung war. Und nun? Ich habe Glück gehabt, dass er vor mir herging und nicht mir entgegen gekommen ist. Verdammter Mist. Ich bin doch so cool. Habe doch nichts mehr mit ihm im Sinn. Warum kann ich es also nicht ertragen, ihn nach so vielen Monaten der Trennung wieder zutreffen. Ich glaube, er hatte sogar den Pullover an, den ich ihm gestrickt habe. Das scheint ihm gar nichts auszumachen. Männer! Sie trauern nicht, sie verlassen nur und hinterlassen ihren Geruch. So oft kann ich gar nicht lüften. Immer noch liegt dieser Manngeruch in der Luft. Die Bettwäsche habe ich so oft im Kochwäscheprogramm gewaschen, dass ich schon Angst hatte, meine Waschmaschine würde ihren Geist aufgeben. Hat sie zum Glück natürlich nicht. Hätte aber sein können. Immerhin. Bei der Mengen an Bettwäsche!
Und jetzt, gönne ich mir einen riesigen Eisbecher. Erdbeerbecher mit extra viel Schlagsahne, so bestelle ich für meine Hüften gleich mit. Trostsahne! Pah…dabei habe ich abgenommen. Ob ihm das überhaupt auffallen würde? Ich glaube nicht, er sieht so was nicht. Er doch nicht. Was soll das jetzt? Warum mache ich mir darüber Gedanken, ob er so was sieht oder nicht. Habe ich nicht einen Packt mit meinem Geruchsinn geschlossen? Na also…er ist weg. Ich kann ihn nicht mehr riechen. Und außerdem bin ich hier sicher, in dieser Eisdiele sind wir nie gewesen, die kennt er gar nicht. Hier kann ich mich erst einmal von dem Schock ausruhen.
Wieso trägt er meinen Pullover? Der Kellner, endlich…mein Eisvergnügen…Erdbeeren…jaaaaa!
,, Entschuldige, Marty? Ich war mir doch eben sicher, dass du es bist. Schön dich zu sehen, darf ich dir, Corinna vorstellen…!“
Eine Grube, einen Schacht, bitte ...Boden öffne dich, verschlinge mich und spuck mich erst wieder vor meiner Haustür aus! Was macht er hier. Corinna, wer zum Teufel ist Corinna?
Jetzt nur nicht rot werden. Gelassen wirken, völlig ruhig wirken. Was denn, ich soll meine Hand geben? Die ist nass und glitschig wie ein Fisch im Wasser, ich bin nahe dran einen Kreislaufkollaps zu bekommen. Corinna! Corinna! Kann er nicht CORINNA woanders ausführen. Was denkt er sich, und dann noch in MEINEM Pullover. Immerhin habe ich drei Monate daran gestrickt und sie lehnt jetzt auch noch ihren Kopf daran. Na, so voll geschminkt wie Madame aussieht, verändert der Pullover bald seine Farben. Psst, nichts anmerken lassen. Nur die Ruhe bewahren, Alles nicht so schlimm. Hier musst du dich selbst raus retten, da hilft dir keiner. Haltung bewahren und durch….
Maartje 18.04.2007, 13.24
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Kommentare zu diesem Beitrag
Viel besser als eine Sequenz aus "Sex and the City" beschrieben...ich habe echt mitfühlen können und es tut mir leid, dass es nicht Fiktion sondern Realität ist. Aber Du hast Dich tapfer geschlagen und solche Dinge machen einen ja auch stärker, nicht?
Ich schicke Dir ein paar liebe Gedanken.
Sylvie
vom 19.04.2007, 12.37
Himmel! Sylvie, über das Kompliment freue ich mich wie irre und für Deine lieben Gedanken, danke ich Dir aus tiefstem Herzen.
Maartje
Poah, ist ja gruselig. Dieses "Wo-ist-der-Sack-den-ich-mir-überstülpen-kann- Gefühl kenne ich nur zu gut. Stolperdrähte des Lebens gibt es immer wieder. da gibt es nur eins .... Trostsahne!
vom 18.04.2007, 19.11
Ja...direkt auf die Hüften!
Kann mich Thomas nur anschließen. Ein toller Text, toll geschrieben... Leide und wüte mit...
vom 18.04.2007, 16.05
Liebes wortmeer,
oh je, wenns doch doch nur ne Skizze wär!!
Aber danke schön, fürs Mitleiden und Mitwüten....
Liebste Grüße, Maartje
Hmh, Marty....
wenn es nicht das echte, wahre Leben ist -
dann ist es eine tolle Skizze geworden.
Gruß
Thomas
vom 18.04.2007, 15.45
Das Leben schreibt anscheinend die besten Skizzen. Wenn es doch nur eine Skizze wäre!
:( Marty


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Liebe Maarje,
oh oh - ich kenn dieses bescheidene Gefühl auch - aber ich finde auch, das Du Dich sehr gut gehalten hast - Haltung - Kopf hoch - und durch - nur keine Blöße zeigen, egal wie es in einem drin ausschaut!
Das diese Begegnung sehr wehtat und tut, spüre ich in jedem geschriebenen Wort von Dir!
Knuddlers vom Ottili
vom 19.04.2007, 13.23
Danke Dörte, Haltung ist ja bekanntlich alles, auch wenn man um Fassung ringt, gebe ich mich zumindest heute meiner Fassungslosigkeit hin. Ist ja Wochenende, da darf ich das!!!
Liebe Grüße und vielen Dank! Maartje